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April bis Juni 2021
Die Tragödie von Tidewater Island zieht sich im auslaufenden April noch wie Eis über die jetzt wieder grünen Wiesen von Mourning Hill. Sicher, der Schock sitzt weiterhin tief, aber dafür fängt alles an zu blühen und die eine oder andere Person kann sich trotz einem verlorenen oder traumatisierten Familienmitglied auf kurze Hosen und die ausgepackte Sonnenbrille freuen, auch wenn es dafür selbst im Juni noch etwas zu kühl ist. Das Leben geht weiter und für die meisten steht in den kommenden Monaten auch einfach wichtigeres an: Klausuren zum Semesterabschluss, letzte Schularbeiten vor den Sommerferien und für viele Schüler:innen in der Stadt auch das endgültige Finale ihrer Schullaufbahn. Spätestens Mitte Juni kann aber auch hier ein Haken gemacht werden und dem Feiern in lauen Frühsommernächsten steht höchstens noch die Frage im Weg, wie schnell man eine weitere stadtweite Tragödie vergessen kann.
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![]() Upper HillsideDie Upper Hillside hat alles, was man sich wünscht: stilvolle Anwesen, Swimmingpools, gepflegte Gärten, teure Restaurants und zu jeder Zeit saubere, von allen Winkeln privat überwachte Straßen. Zu viel Geld geht manchmal eben auch mit zu viel Paranoia einher, aber wer ein Auto für jeden Tag der Woche hat, der hat allen Grund dazu etwas skeptischer über den schneeweiße Zaun zu gaffen. Wer hier wohnt, wohnt sicherlich nicht zur Miete und selbst die ältesten Häuser strahlen im Glanz der modernen Renovierung. Selbst die Müllabfuhr scheint für ein normales Gehalt kaum erschwinglich zu sein und wer dazu gehören will, schreibt sich sonntags lieber zum Golfen und Mittwochabend für den Bridgeclub ein. ![]() Oaktree ChapelEs mag immer noch ein paar Dollar mehr kosten, sich in diesem Distrikt ein Apartment zu leisten, aber dafür bekommt man auch was geboten! Das Leben lässt sich hier sowohl auf einer Parkbank finden, als auch im Schutz der Dunkelheit vor der Tür eines Nachtclubs aufsammeln. Es gibt immer was zu feiern, immer etwas, das man erleben kann und immer neue Entdeckungen zu machen. Vor allem bei Studenten ist Oaktree Chapel beliebt, aber auch jung gebliebene Erwachsene fassen hier gern Fuß. Es ist der Distrikt mit der dichtesten Population und der größten, kulturellen Vielfalt und entgegen versnobter Ansichten, scheint das zumindest für die Anwohner kein Problem zu sein. ![]() Ashfield ShoreDas Herz des amerikanischen Bürgertums lässt sich immer dort finden, wo es deftiges Essen, billiges Gas, öffentliche Schulen und schaumiges Bier gibt. Ashfield Shore ist ein Bezirk für Familien und Arbeiter und damit für all jene, die nicht einen Penny zu viel zur Verfügung haben. Statt in teuren Luxuskarren fahren die Schüler von hier tatsächlich noch mit dem Bus, ab und an erbarmt sich auch Mutti. Es ist nicht immer leicht, aber es gibt auch schöne Tage, eine aktive Nachbarschaft und Leute, die einen den Rücken stärken, wenn man selbst nicht mehr kann. Was macht es schon, wenn Susan mal wieder besser weiß, wie Kindererziehung funktioniert, wenn sie dafür die Orangen in ihrem Garten teilt, richtig? Man nimmt, was man kriegen kann und sagt artig danke. ![]() Witchwood GroveTagsüber sind die Straßen in diesem Bezirk leerer und verlassener als irgendwo sonst in der Stadt. Allerdings liegt das nicht daran, dass hier niemand wohnt. Nein, es liegt einfach nur daran, dass die meisten in Witchwood Grove von Jobs und Geschäften leben, die man nicht unter der Sonne verrichtet. Die Armut greift zu jeder Zeit um sich wie ein Feuer in einem staubtrockenen Wald und das, was in der Luft liegt, ist mehr als nur Feindseligkeit. Es ist die Angst, das letzte Bisschen, das man noch hat, ebenfalls zu verlieren. Hinter den bröckelnden Fassaden und morschen Fenstern und Türen ranziger Mehrfamilienhäuser geht es um das eigene Leben und viel zu oft auch um das der eigenen Kinder. |
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