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April bis Juni 2021
Die Tragödie von Tidewater Island zieht sich im auslaufenden April noch wie Eis über die jetzt wieder grünen Wiesen von Mourning Hill. Sicher, der Schock sitzt weiterhin tief, aber dafür fängt alles an zu blühen und die eine oder andere Person kann sich trotz einem verlorenen oder traumatisierten Familienmitglied auf kurze Hosen und die ausgepackte Sonnenbrille freuen, auch wenn es dafür selbst im Juni noch etwas zu kühl ist. Das Leben geht weiter und für die meisten steht in den kommenden Monaten auch einfach wichtigeres an: Klausuren zum Semesterabschluss, letzte Schularbeiten vor den Sommerferien und für viele Schüler:innen in der Stadt auch das endgültige Finale ihrer Schullaufbahn. Spätestens Mitte Juni kann aber auch hier ein Haken gemacht werden und dem Feiern in lauen Frühsommernächsten steht höchstens noch die Frage im Weg, wie schnell man eine weitere stadtweite Tragödie vergessen kann.
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Zunächst: Oregon, der Bundesstaat in welchem Mourning Hill angesiedelt ist, gilt als einer der LGBTQ-freundlichsten Staaten und verfügt über ausgezeichnete Rechte in Bezug auf Mieten und Wohnen, Arbeit und Adoption für homosexuelle Paare. Selbst die Eheschließung ist prinzipiell erlaubt.
Aber Mourning Hill selbst ist eine Stadt, die sich seit ihrer Entstehung 1891 nicht mit Toleranz, sondern mit altem Geld angereichert hat. Der Reichtum, der vor allem die Hawthorne Academy unterstützt, liegt in den Händen traditioneller und verkrusteter, alter Menschen, die es damals schon super fanden Außenseiter als Hexen abzustempeln und sie zu verbrennen. Verbrannt wird heute natürlich niemand mehr. Zumindest nicht offiziell, aber es herrscht weiterhin ein elitärer Glaube daran, dass der Weg Gottes der einzig wahre ist und der zwangsläufig den Penis in eine Vagina führt. Selbst wer nicht an Gott glaubt, vertraut dennoch auf Konzepte wie Vermächtnis und will sein Geld in den Händen geeigneter Erben wissen. Was bedeutet das also genau?
Wie das letztendlich in einzelnen Gruppen wie etwa dem Footballteam gehandhabt wird, ist euch überlassen. Auch, was hinter verschlossenen Türen passiert, geben wir nicht vor. Am Ende sollt ihr euch wohlfühlen und schreiben, worauf ihr Lust habt. Das ist aber so grundsätzlich die herrschende Atmosphäre, weil sie a) für mehr Reibung sorgt und b) mehr Action für LGBTQ-Aktivisten bietet! |
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