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Januar bis April 2021
Weihnachten und Co. mögen vorbei sein und die Tage wieder heller werden, aber der Winter hat gerade erst so richtig begonnen. Im Januar und Februar ist mit plötzlichen Schneefällen und Glatteis zu rechnen und auch im März kann es immer wieder zu unvorhersehbaren Wettereinbrüchen kommen. In Mourning Hill ist man schlechtes Wetter zum Glück gewohnt und auch wetterfestes Schuhwerk gibt es in Designerausgabe, sodass sich kein Hawthorneschüler um die Stiefel sorgen muss, während man an der öffentlichen High School womöglich froh ist, wenn die Sneaker nur trocknen müssen und nicht völlig auseinander fallen.
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![]() ![]() ![]() Seit jeher liefert die von schroffen Felsen, flachen Stränden und Dünen beherrschte Küste Oregons Stoff für Geschichten, die eins gemein haben: Sie warnen vor den sich unter tosenden Wellen verbergenden Tücken des Pazifischen Ozeans, denen bereits zahlreiche Schiffe mitsamt ihrer Besatzung zum Opfer gefallen sind. Eins davon war die unter spanischer Flagge segelnde Galeone La Trinidad. Beladen mit erlesenen Gewürzen, feinsten Stoffen, Elfenbein und – so munkeln einige noch heute – einer nicht unerheblichen Menge Gold, stach das gewaltige Schiff in Manila in See, um die Handelsroute nach Mexiko weiter auszubauen. Angekommen ist die kostbare Fracht dort jedoch nie, denn die Reise der La Trinidad fand 1829 vor der Küste Oregons ein jähes Ende. Die Gerüchte, dass die spanische Galeone an den zerklüfteten Felsen von Tidewater Island zerschellt sein könnte, halten sich hartnäckig. Sogar über die Grenzen von Mourning Hill hinaus. Betritt man am späten Abend die Kneipe, die der Hauptkundschaft entsprechend den Namen The Fishermen trägt, sprechen von Wind und Wetter gezeichnete Männer und Frauen hinter vorgehaltener Hand über Besatzungsmitglieder, die sich und alles, was sie tragen konnten, vor den Fluten gerettet und hier ein neues Leben begonnen haben. Manche gehen sogar so weit und behaupten, dass irgendwo entlang der Küste oder vielleicht sogar in der nur bei Ebbe zugänglichen Grotte unter Tidewater Island eine bis zum Rand mit Gold gefüllte Truhe verborgen ist, die auch schon den ein oder anderen Schatzsucher auf den Plan gerufen hat. Gefunden wurden bislang allerdings nur längst aufgegebene Schmugglerverstecke, weswegen die meisten Bewohner der Stadt Tidewater Island heute in erster Linie mit dem Unglück in Verbindung bringen, das sich im Juni 2018 ereignet hat. Das Gerede über verlorenes Gold ist für die meisten bloß Seemannsgarn und damit auf einer Stufe mit nächtlichen Sirenengesängen, die unaufmerksame Seeleute in den Tod locken. |